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Schamanismus

Schamanismus ist nicht nur das älteste der Menschheit bekannte Heilungssystem, sondern auch einer der ältesten, naturspirituellen Glaubenswege. Schamanismus vereint in sich das Wissen und den Erfahrungsschatz vieler Generationen über die Heilkräfte der Natur, die natürlichen Gesetze und die Welt der Geister. Durch schamanische Techniken können auch wir dieses Wissen in unserer Zeit anwenden und aus dem jahrtausende alten Glaubensweg einen naturspirituellen Lebensweg machen.

Schamanismus zu leben, heißt im Einklang mit der Natur zu leben und auf eine nachhaltige Lebensweise zu achten. Umweltbewusstsein, Tierschutz und Naturheilkunde gehören ebenso zum zeitgenössischen Schamanismus wie Trance, Krafttiere und Weissagung. Deshalb beschränkt sich eine schamanische Lebensweise nicht ausschließlich auf spirtuelle Praktiken. Schamanismus kann verändern und heilen, aber auch trennen und verbinden - so wie die Natur. Sie kann erschaffen, aber auch zerstören - und egal was sie macht, so bleibt sie dabei natürlich. Um also schamanisch zu praktizieren oder zu leben, muss man also nicht nur sein Bewusstsein in einen anderen Zustand versetzen, sondern auch von Grund auf ein anderes BewusstSein an den Tag legen. Bewusstes Sein spielt dabei die zentrale Hauptrolle.

"Sei zu jeder Zeit authentisch und Dir immer bewusst, was Du tust und welche Konsequenzen es hat" - so sagen es die Geister. Und niemand Anderes könnte dieses bewusste Sein besser beschreiben, als die Geister selbst, die bei vollem BewusstSein sind und bewusst einfach nur sind.

Schamanismus selbst existiert schon von Beginn an und ist deshalb auch keine neue Erfindung. Um 1960 herum entdeckte ihn der ehemalige Science-Fiction Autor Carlos Castaneda lediglich zufällig wieder. Natürlich erforschte man dieses Phänomen schon länger, doch erst 1980 fand der Schamanismus durch den Anthropologen Michael Harner großzügigen Eingang in Westeuropa. Der Begriff des Schamanismus etabliette sich dabei bereits Ende des 17. Jahrhunderts in Deutschland. Er ist weniger eine Defintion desselbigen, sondern vielmehr der Versuch eines Sammelbegriffes für ethnomedizinische Techniken in (natur)spirituellem Kontext.

Vor der Wiederentdeckung in den 1960er Jahren, nahm an an, dass Schamanismus eine Religion archaischer Völker gewesen ist. Seit der Schamanismus immer bekannter und auch beliebter wurde schrieb man ihn der Esoterikszene zu, dichtete dem Schamanismus und Reiki Gemeinsamkeiten an und erfand im selben Atemzug ein neuartigen Schamanismus, "Coreschamanismus/Neoschamanismus" genannt. Doch Schamanismus ist nichts von all dem.

Schamanismus ist keine Esoterik. Unter Esoterik versteht man geheime, mystische, okkulte Lehren, Riten und Gebräuche. Schamanismus ist weder geheim, noch mystisch, sondern pragmatisches Wahrnehmen und Handeln im Alltag. Dennoch veruschen viele Esoteriker den Schamanismus für sich in Anspruch zu nehmen. Schamanismus ist eine Lebensweise, die jeder von uns für sich einsetzen kann. (Felix R. Paturi - Heilbuch der Schamanen, G. Reichel Verlag, 2005)

Schamanismus ist aber auch keine Religion, denn es gibt kein einheitliches Glaubensbild, keine bestimmten Dogmen, Gebote oder Glaubenssätze. Schamanismus IST einfach, Schamanismus ist EINFACH. Und wo auch immer der Schamanismus entstand und sich verbreitet hat - es liegt an uns allein den Kern des Schamanismus in unserer eigenen Kultur zu finden und das schamanische Wissen im hier und jetzt zu leben und gleichzeitg zu bewahren...