Bauernregeln für das ganze Jahr

Hier finden Sie ausgewählte Bauernregeln mit denen ich im Laufe der Jahre positive Erfahrungen (im Hinblick auf ihre Genauigkeit) gemacht habe. Lassen Sie sich vom alten Wissen für die neue Zeit
inspirieren, doch vergessen Sie nicht, dass eine Bauernregel allein nicht das Wetter macht. Vergleichen Sie die Bauernregeln immer mit den Zeichen aus der Tier- und Pflanzenwelt um die bestmöglichsten
Ergebnisse zu erhalten. Eine Gegenüberstellung des Wetters aus den vergangenen Jahren mit dem aktuellen Wetter im Hinblick auf die Qualität der Bauernregeln ist ebenfalls sehr empfehlenswert.
FRÜHLING
März
- Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen.
- Ein fauler, feuchter März ist jedes Bauern Schmerz.
- Wie’s im März regnet, wird’s im Juni regnen.
- Wie unser Wetter auf 40 Ritter (10.03.) fällt, es sich noch 7 Wochen hält.
- Wie das Wetter am Frühlingsanfang, so ist es den ganzen Sommer lang.
- Wie sich die Sonne zum Frühling wendet, so auch unser Sommer endet
- Im Märzen früher Vogelgesang macht den Winter lang.
- Wenn der März zum April wird, wird der April zum März.
- Märzenregen bringt wenig Sommersegen.
April
- April ist fürwahr ein Schlüssel zum ganzen Jahr.
- Blüht die Esche vor der Eiche, gibt es eine große Bleiche (= trockener Sommer), blüht die Eiche vor der Esche gibt es eine große Wäsche (= verregneter Sommer).
- Grünen die Eichen vor dem Mai, zeigt’s, dass der Sommer fruchtbar sei.
- Es deutet eine gute Ernte an, wenn sich zu St. Georg (23.04.) schon die Krähe im Korn verstecken kann.
- Regen in der Walpurgisnacht, hat stets ein gutes Jahr gebracht.
- April kalt und nass füllt Scheun und Fass. Aprilenglut tut selten gut.
Mai
- Ist der Mai recht heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken.
- Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun’ und Fass.
- Ein kalter Mai tötet das Ungeziefer und verspricht gute Ernte.
- Früher Sommer, schlechte Ernte.
- Auf nassen Mai kommt ein trockener Juni herbei (und umgekehrt).
- Vor Nachtfrost bist du sicher nicht, bevor Sophie (15.05.) vorüber ist.
- Blüht der Flieder schnell oder langsam, geht's ebenso mit der Ernte.
- Kommen die Bienen nicht heraus, ist's mit dem schönen Wetter aus.
SOMMER
Juni
- Was im Juni nicht wächst, gehört in den Ofen.
- Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun’ und Fass.
- Das Wetter am Siebenschläfertag (27.06.) sieben Wochen bleiben mag.
- Juni kalt und nass, lässt leer Scheun und fasst.
- Warmer Mai - kalter Juni.
- Im Juni muss vor Hitze braten, was im September soll geraten.
- Stellt der Juni mild sich ein, so wird's auch der September sein.
- Vor Johnannis (24.06.) bitt’ um Regen, danach kommt er ungelegen.
- Fällt Juniregen in den Roggen, bleibt der Weizen auch nicht trocken.
Juli
- Fängt der Juli mit Tröpfeln an, wird man lange Regen hab’n.
- Im Juli muss braten, was im September soll geraten.
- Was der Juli nicht brät, im Herbst nicht gerät.
- Juliregen nimmt jeden Erntesegen.
- Juli trocken und heiß, Januar kalt und weiß.
- Im Juni muss vor Hitze braten, was im September soll geraten.
- Wenn die Ameisen im Juli ihre Haufen höher machen, so folgt ein strenger Winter.
August
- Im August beim ersten Regen, pflegt die Hitze sich zu legen.
- Sind die Augustwochen recht heiß, bleibt der Winter lang weiß.
- August ohne Feuer macht das Brot teuer.
- Der Tau tut dem August so not, wie jedermann das täglich Brot. Nasser August macht teure Kost.
- Je weniger Regen im August, desto mehr Wein.
- Oswaldtag (05.08.) muss trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein.
- Wenn St. Rochus (16.08.) trübe schaut, kommen die Raupen in das Kraut.
- Regnet’s an St. Sebald (19.08.), nahet teuere Zeit sehr bald.
- August muss Hitze haben, sonst Obstbaumsegen wird begraben.
HERBST
September
- Der September ist der Mai des Herbstes.
- Gibt es viele Eicheln im September, fällt viel Schnee im Dezember.
- Wenn die Eicheln viele Früchte tragen, wird es ein langer Winter.
- Eine Kornähre ist mehr wert als zehn Rosen.
- Wenn im September die Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.
- Wie es Matthäus (21.09.) treibt, es vier vier Wochen bleibt.
- Nebelt’s an St. Cleophas (25.09.), wird der ganze Winter nass.
- Fallen die Eicheln vor Michaeli (29.09.) ab, so steigt der Sommer früh ins Grab
Oktober
- Oktoberschnee tut Mensch’ und Tieren weh.
- Viel Nebel im Oktober, viel Schnee im Winter.
- Viel Regen im Oktober, viele Winde im Dezember.
- Schneit’s im Oktober gleich, wird der Winter weich.
- Warmer Oktober bringt fürwahr, uns sehr kalten Januar.
- Bleibt’s Laub am Ast, viel Ungeziefer zu fürchten hast.
- Halten Birk’ und Weid’ ihr Wipfellaub lange, ist zeitiger Winter und gut Frühjahr im Gange.
- Ist Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein. Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will.
November
- Hängt das Laub bis November hinein, wird der Winter lange sein.
- Friert im November früh das Wasser, dann wird der Januar umso nasser.
- Ist der November klar und kalt, wird trüb und mild der Januar.
- Hält der Baum die Blätter lang’, macht ein später Winter bang’.
- Blühen im November die Bäume neu, währt der Winter bis zum Mai.
- Wenn’s Laub nicht vor St. Martin (11.11.) fällt, kommt eine große Winterkält’.
- Wenn der November blitzt und kracht, im nächsten Jahr der Bauer lacht.
- Tummeln sich an St. Gertrud (17.11.) die Haselmäuse, ist es weit mit des Winters Eise.
WINTER
Dezember
- Weihnacht im Schnee, Ostern im Klee.
- Dezemberwärme hat Eis dahinter.
- Trockner Winter - dürrer Sommer.
- Fällt auf St. Eligius (01.12.) ein starker Wintertag, die Kälte wohl vier Monate dauern mag.
- Wie der Dezember pfeift, so tanzt der Juni.
- Auf kalten Dezember mit tüchtigem Schnee folgt ein fruchtbar Jahr mit reichlich Klee.
- Hängt zu Weihnacht Eis in den Weiden, kannst Du zu Ostern Palmen schneiden.
- Auf hartes Winters Zucht folgt gute Sommersfrucht.
Januar
- Januar weiß, der Sommer heiß.
- Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen.
- Ein Januar ganz ohne Schnee tut Bäumen, Bergen, Tälern weh.
- Wenn’s um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch liegt.
- St. Julian (09.01.) bricht das Eis. Bricht er´s nicht, umarmt er es.
- Friert es hart auf St. Vigilius (31.01.), im März noch viel Kälte kommen muss.
- Ist bis Dreikönigstag (06.01.) kein Winter, so kommt auch kein strenger mehr dahinter.
- Dreikönigstag (06.01.) gar sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will.
Februar
- Kalter Valtentin (14.02.), früher Lenzbeginn.
- Im Hornung Schnee und Eis, macht den Sommer lang und heiß.
- Ist der Februar kalt und trocken, so wird’s im August heiß.
- Mücken, die im Februar summen, gar oft lange Zeit verstummen.
- So viel Nebeltage im Februar, so viel kalte Tage im August.
- Felix und Petrus (21./22.02.) zeigen an, was wir vierzig Tag für Wetter ha’n.
- Wenn die Februarsonne den Dachs nicht weckt, schläft er im April noch fest.
- Nach Matthias (24.02.) geht kein Fuchs mehr übers Eis.