Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit den Themenbereichen Umweltschutz, Völkerkunde und EthnoMedizin. Währendessen musste ich leider immer wieder festellen, wie in der westlichen
Welt BerührungsÄngste mit anderen Kulturen und Glaubensrichtungen vorherrschen und NatUrReligionen zu Unrecht verteufelt oder totgeschwiegen werden. Mit meiner Seite möchte ich nicht nur
einen Beitrag leisten, BerührungsÄngste zu NatUrReligionen und anderen Kulturen abzubauen, sondern auch auf heimische NatUrSpiritualität und Heilkunde aufmerksam machen.
Da ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin, durfte ich schon sehr früh Vieles über LandWirtschaft, Wetterkunde, Tierhaltung und TierHeilkunde lernen. Daraus entwickelte sich bei mir kurze Zeit später großes Interesse an NatUrSpiritualtät und alternativen LebensWeisen. Und so fand ich schließlich zum Schamanismus, der auch heute noch ein Lebens- und Glaubensweg ist, den ich nicht mehr missen möchte. Für mich war und ist folgender Leitgedanke des Schamanismus ausschlaggebend: Alles ist beseelt. Ob Stein, Pflanze, Tier, Mensch - oder unsere Erde, auf der wir alle wohnen. Alles ist verbunden und Teil dieser Erde.
Meine Ausbildung ist das Leben und meine Lehrer sind neben den Menschen, denen ich auf meinem Weg begegne, meine Verwandten - die Tiere, Steine, Pflanzen und Bäume. Ich habe viel von Schamanen und Medizinfrauen und ihren Lehren aus Nordamerika gelernt, doch am Meisten, dass eine Kopie niemals genauso, geschweige denn besser, als das Original ist. Deshalb versuche ich auch nicht, in Deutschland indianischen Schamanismus oder indianische Riten zu praktizieren, sondern vielmehr das Gelernte an unseren Kulturkreis und an unsere Zeit anzupassen - ganz besonders an meine Region.
Erde mein Körper, Wasser mein Blut, Luft mein Atem und Feuer mein Geist.
Ich arbeite mit den Wald-, Fluss- und Luftgeistern in meiner unmittelbaren Umgebung und Gebete spreche ich in meinem heimatlichen, nordDeutschen Dialekt. Da ich im Norden geboren und aufgewachsen bin, kenne ich mich auch hier am Besten mit den Pflanzen, Pilzen, Bäumen und Tieren aus - mit dem Wetter ist es nicht anders. Ebenso verhält es sich mit den Bräuchen und Sitten. Norddeutschland ist und bleibt meine Heimat und diese verlasse es nur, wenn es unbedingt sein muss. Hier ist mein Zuhause - hier fühle ich mich wohl. Die schamanischen Techniken, die ich also anwende sind universal, die Kräuter, die ich zum Heilen verwende, aus Deutschland. Schamanische Praktiken in kultureigenem und zeitgemäßen Kontext anwenden - das ist für mich authentischer und zeitgenössischer Schamanismus!
Ich bin zwar in einer christlichen Familie aufgewachsen, habe mich aber weder konfirmieren lassen, noch bin ich jemals in die Kirche eingetreten. Ich konnte einfach nie verstehen, wie ein
liebender Gott das Töten in einem Gebot verbietet, aber unendlich viele Menschen tötete und töten ließ, weil sie nicht an ihn glaubten. Ebenso wenig ist es für mich nachvollziehbar, wie Gott die
Schöpfung erschaffen kann, um sie am Ende dem zu Menschen überlassen, der sich diese "untertan" machen soll. Nur so konnte überhaupt der fehlende Respekt vor allem, was lebt, entstehen. Meines
Erachtens, sind wir alle gleich an Wert auf dieser Erde - ob reich ob arm, Mensch oder Tier. Niemand ist besser oder schlechter. Kein Stück Papier kann das Leben lehren, geschweige denn Etwas
über Dieses aussagen - man muss es selbst erfahren und durch Taten seine Erfahrung in der Welt widerspiegeln. Mir ist gleich, ob Jemand viel Geld hat oder ein gutes Aussehen. Viel wichtiger ist
mir, was mein Gegenüber erlebt hat, wie er oder sie damit umgegangen ist und inwiefern ihn oder sie das verändert hat. Ich möchte nicht wissen, wie viele Zertifikate er oder sie hat, sondern ob
aus den Fehlern gelernt wurde und ob man an den Steinen, die man in den Weg gelegt bekommen hat verzweifelt ist oder daraus Brücken gebaut hat.
Ich bin den Bärenpfad gegangen, der Wolfsspur gefolgt, mit dem Adler emporgesteigen und habe als Wal die Weiten des Meeres erkundet.